Vom Fett zur Seife

Grundseife wird in drei Phasen produziert. Die Verseifung, das Ausflocken und das Verschleifen.

1. Verseifung
In einem großen Edelstahlkessel wird ein Gemisch aus tierischem und pflanzlichem Fett unter Wärme mit Natronlauge zur Reaktion gebracht.

Bei diesem Vorgang, der sogenannten Verseifung, bildet sich eine Emulsion. Fett und Lauge verbinden sich zunächst nur langsam. Mit zunehmender Seifenbildung nimmt die Reaktion zu. Es entsteht ein Seifenleim der einige Zeit mit einem Laugenüberschuß verkocht wird, bis eine vollständige Verseifung erzielt ist.

2. Trennen
In der zweiten Phase wird die Seife durch Zugabe von Kochsalz von der Unterlauge getrennt. Nach einer gewissen Ruhezeit setzt sich der Seifenkern an der Oberfläche ab. Die untere wässrige Schicht, die sogenannte Unterlauge, wird abgezogen und zur Glyzeringewinnung recycelt.

3. Verschleifen
Die dritte und letzte Phase des Siedens der Grundseife ist das Verschleifen oder Fertigmachen. Der kochende Seifenkern wir noch einmal mit Wasser verleimt und durch erneuten Zusatz von Natronlauge und Kochsalz getrennt. Nach ca. 48 Stunden trennt sich die zähe Masse in drei Schichten. Die erste Schicht enthält die fertige Grundseife. Schicht zwei und drei enthalten den Leimkern und erneut Unterlauge.

Der aus dem Kessel kommenden warmen 63%igen Seife muß nun ein Teil des Wassers entzogen werden. Heutzutage übernimmt dies ein hochtechnisierter Vakuum- und/oder Expansionstrockner. Die Seifenmasse verläßt den Trockner mit ca. 80% Fettsäuregehalt, Qualitätsmerkmal einer guten Toilettenseife.

Diese Grundseifenmasse als waschaktive Substanz wird dann gemäß Rezeptur mit Zusätzen vermischt und weiterverarbeitet.

 
Vollautomatische Pilierstrasse

Vakuumgetrocknete Grundseifenudeln  
     
 
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